Europa League: Leipzig dreht Spiel in Neapel
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RB Leipzig feiert Triumph in Neapel

Fußball-Vizemeister RB Leipzig hat das Geisterhaus Süditaliens im Sturm erobert und sich sehr gute Chancen auf das Achtelfinale der Europa League erspielt. Beim italienischen Tabellenführer SSC Neapel siegte das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl im Hinspiel der Zwischenrunde nach starker Leistung mit 3:1 (0:0).

Durch den Erfolg beim Favoriten reicht den Sachsen am kommenden Donnerstag (19.00 Uhr/Sport1) beim zweiten Duell im heimischen Stadion ein Remis zum Weiterkommen.

Im spärlich besuchten Stadio San Paolo erzielte Adam Ounas (52.) die Führung der Gastgeber, ehe Nationalspieler Timo Werner (61.) ausglich. Das umjubelte Siegtor schoss RB-Flügelspieler Bruma (74.). Werner erhöhte (90.+3) kurz vor dem Schlusspfiff.

Im Falle des Achtelfinal-Einzugs kann RB mit 30-jähriger Verspätung den 1. FC Lokomotive Leipzig rächen. Der Stadtrivale war 1988 gegen Napoli um Klubikone und 1986er-Weltmeister Diego Maradona in der zweiten Runde des UEFA-Pokals ausgeschieden, den SSC später auch gewann.

In der Hauptstadt Kampaniens setzte Hasenhüttl gegen die aktuelle SSC-Mannschaft auf Kontinuität. Nur einen Wechsel in der Anfangself nahm er im Vergleich zum 2:0-Sieg in der Liga gegen den FC Augsburg vor. Marcel Sabitzer kam für den gesperrten Stefan Ilsanker ins Team. Spielmacher Emil Forsberg stand zum ersten Mal nach seiner langwierigen Bauchmuskelverletzung wieder im Kader und saß zu Anfang zunächst auf der Bank.

Wechselfreudiger war Napolis Trainer Maurizio Sarri, er schonte wie angekündigt einige seiner Leistungsträger für die schweren kommenden Aufgaben in der Serie A. Neben dem ohnehin fehlenden Anführer der Offensive, dem gelbgesperrten Belgier Dries Mertens, gehörten Stammspieler wie Lorenzo Insigne und die Mittelfeldlenker Allan und Jorginho nicht zur Startformation.

Das Fehlen der Stars war dem Favoriten zu Beginn anzumerken, Leipzig erwischte den besseren Start. Werner (2.) zielte nach einem starken Konter nur knapp am Tor vorbei und prüfte SSC-Torwart Pepe Reina infolge des anschließenden Eckballs per Volleyschuss. Neapel versuchte im Anschluss immer wieder, schnell zu kombinieren, ließ vorerst die Konsequenz im letzten Drittel vermissen. RB war gefährlicher und hatte durch Bruma (13.) und Yussuf Poulsen (18.) weitere Chancen.

Die erste gute Möglichkeit kreierten die Gastgeber durch Jose Callejon (20.), der RB-Keeper Peter Gulacsi prüfte. Der Spanier hatte eine Lücke in der RB-Abwehr gefunden, die Hasenhüttl in den vergangenen Wochen verstärkt in den Fokus gerückt hatte. Aus einer kompakten Defensive sollen pfeilschnelle Gegenangriffe folgen. Das beherzigten seine Spieler im ersten Durchgang und drangen mehrmals gefährlich vor. Lediglich der Abschluss fehlte.

Das rächte sich nach Wiederanpfiff. Zunächst konnte keins der Teams so recht überzeugen, bevor Ounas den Ball in lange Eck schlenzte und Gulacsi schlecht aussehen ließ. Leipzig bemühte sich, den Schock des Gegentors schnell abzuschütteln und hatte durch Poulsen (57.), dessen Schuss Reina aus nächste Nähe parierte, eine große Chance zum Ausgleich.

Offen rannten die Gäste an und drückten vehement auf ihren Treffer. Auch nach Werners Tor blieb RB das dominierende Team, Neapel war jedoch immer eine diffuse Gefahr. Nur knapp und mit größter Mühe entschärfte Gulasci einen Versuch des eingewechselten Insigne (70.), bevor Bruma traf.

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